UWG Freigericht stellt den Vorstand neu auf

14. Dezember 2025

UWG Freigericht stellt Vorstand neu auf und bereitet Kommunalwahl vor

Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Unabhängigen Wählergemeinschaft Freigericht (UWG) im Dezember 2025 standen die Vorstandswahlen sowie die Vorbereitung auf die bevorstehende Kommunalwahl im März 2026. Daneben wurden der Kassenbericht, Informationen aus der Fraktion und der Jahresrückblick behandelt. Die Mitglieder führten die Vorstandswahlen einstimmig durch. Sie bestätigten Bernd Hofmann für weitere zwei Jahre als ersten Vorsitzenden. Raimund Selinger ließ sich aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl zum zweiten Vorsitzenden aufstellen.

Sein Nachfolger wird Dr. Jan Fabricius. Dr. Michael Aul wählten sie erneut zum Schriftführer, Thomas Lindofsky erneut zum Kassierer. Sabine Weidner wird mit Stefan Hartmann im Jahr 2026 die Kasse prüfen, Hans Höfler bleibt Mitgliederverwalter. Ulrike Heinisch und Simon Soldan-Ries gehören als Beisitzende dem Vorstand an. Sascha Schröer wird weiter als politischer Koordinator zwischen Vorstand, Gemeindevertretung und den Mitgliedern der UWG fungieren.

Sowohl Kassierer Thomas Lindofsky als auch der Gesamtvorstand wurden einstimmig für die Arbeit im Vorjahr entlastet. Ein weiterer Schwerpunkt der Versammlung war die Vorbereitung der Kommunalwahl. Die UWG Freigericht stellt sich mit 14 Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl. Angeführt wird die Wahlliste von Gerhard Pfahler und Stefan Hartmann. Insgesamt umfasst die Liste folgende Kandidatinnen und Kandidaten: Im Jahresrückblick wurde unter anderem auf die Teilnahme der UWG Freigericht an verschiedenen örtlichen Veranstaltungen wie dem Feuerwehrfest der Feuerwehr Nord und dem Weihnachtsmarkt in Somborn hingewiesen. Aus der Fraktionsarbeit wurde durch den Fraktionsvorsitzenden Gerhard Pfahler unter anderem über die Haushaltslage, aktuelle politische Themen sowie angenommene Anträge berichtet.


Weniger Anträge wegen angespannter Haushaltslage

Das Thema Windkraft in Freigericht war ein zentrales Thema, der interkommunale Windpark Sülzert wird von der UWG weiter unterstützt. Bezüglich der angespannten Haushaltslage wies Gerhard Pfahler darauf hin, dass im vergangenen Jahr folgerichtig weniger Anträge durch die einzelnen Fraktionen eingebracht wurden. Beschlossen wurde dabei unter anderem der Antrag der UWG bezüglich der Wärmeregulierung der Trauerhallen. Ein Antrag für Grünflächen-Patenschaften wird diskutiert. Zudem verfolgt die UWG ihren ursprünglichen Antrag für die Sicherheit und Entwicklung des Azuritwegs zwischen Altenmittlau und Bernbach und setzt sich für eine Lösung für die Einfahrt zum Azuritweg und angrenzenden Nettomarkt ein.
7. Dezember 2025
Die Wählervereinigung UWG Freigericht bekräftigt ihr klares Engagement für den interkommunalen Windpark Sülzert, der in Zusammenarbeit mit der Stadt Alzenau und den Entwicklern Lintas Green Energy und Land+Forst realisiert wird. Das Projekt ist ein unverzichtbarer Beitrag zur Energiewende und bietet beiden Kommunen langfristig wichtige finanzielle Vorteile. Notwendige Anpassung sichert die Wirtschaftlichkeit Im Laufe der Projektentwicklung haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verändert: Jüngste Windmessungen zeigten, dass die Windgeschwindigkeiten in der Vorrangfläche geringer sind als ursprünglich angenommen. Auch die zu erwartenden Einspeisevergütungen für Windstrom sind gesunken. Aufgrund dieser neuen Tatsachen greift der vertraglich vereinbarte Anpassungsmechanismus. Dieses Vorgehen ist ein Vorteil der Verträge, denn es stellt sicher, dass das Projekt wirtschaftlich gewinnbringend bleibt und die vertraglich vereinbarte Zielrendite von 7 Prozent auf das eingesetzte Eigenkapital erreicht wird. Die notwendige Anpassung bedeutet, dass die ursprünglich kalkulierten Pachtzahlungen an die Kommunen reduziert werden müssen. Dennoch bleibt das Projekt eine langfristige Einnahmequelle. Freigericht und Alzenau profitieren weiterhin stark, da die gesamten Einnahmen (Pachten, Gewerbesteuer, EEG-Zahlungen) aus dem Windpark hälftig zwischen den beiden Kommunen geteilt werden. Zusätzlich bestehen attraktive Vermarktungschancen für den erzeugten Strom, beispielsweise durch eine gezeichnete Absichtserklärung (LOI) mit einem Rechenzentrum-Entwickler. Hierdurch könnte ein deutlich höherer Verkaufspreis von 12 Ct/kWh möglich sein. ABer auch ohne diese Chance ist der Windpark wirtschaftlich tragfähig und liefert der Kommune nach aktuellem Stand mehr als 350.000 EUR im Jahr für die nächsten 20 Jahre. Wenn die Chance zur Direktvermarktung genutzt werden kann, dann kann dies durch die Überschussbeteiligung auch noch steigen. Minimaler Eingriff in den Wald, kein finanzielles Risiko Der Windpark, der jetzt 7 Windenergieanlagen (WEA) vorsieht, führt nur zu einem relativ kleinen Eingriff in den Wald. Die benötigte Fläche für den Bau einer WEA beträgt in der Regel etwa ein Hektar. Von dieser Fläche wird mehr als die Hälfte wieder aufgeforstet. Die dauerhaft versiegelte Fläche (Fundament) ist je Anlage gering. Bezogen auf die gesamte Waldfläche, Freigerichts mit ca. 1100 Hektar (11.000.000m2) ist der Flächenverbrauch durch die Windkraft kaum relevant, da hier auf Freigerichter Seite für 3 Windräder nur ca. 3 Hektar im Bau benötigt werden. Diese Fläche entspricht viel weniger als 1% der Waldfläche Freigerichts. Gleichzeitig wird durch den Windpark wesentlich mehr CO2 eingespart als die gerodete Waldfläche halten könnte. Die Gemeinde Freigericht hat bei dem Projekt vertraglich weitreichenden Einfluss und ist umfassend abgesichert bzw. hat kein finanzielles Risiko. Die Kommunen stimmen mit den Entwicklern viele wichtige Entscheidungen ab. Zudem wird der spätere Betreiber des Windparks für den Rückbau der Anlagen eine umfassende, unbefristete Rückbaubürgschaft hinterlegen. Diese Rückbau Sicherheiten werden regelmäßig (beginnend im 5. Betriebsjahr) durch einen unabhängigen Sachverständigen überprüft und vertraglich gesichert angepasst. Somit ist sichergestellt, dass der Betreiber für die Rückbaukosten aufkommt und nicht die Gemeinden Freigericht/Alzenau. Der Windpark Sülzert ist ein strategisches Projekt, das Freigericht und Alzenau langfristig sichere Einnahmen ermöglicht und einen entscheidenden Beitrag zur dringend notwendigen Energiewende leistet. Die vertraglichen Anpassungen zeigen, dass die Partner gemeinsam ein wirtschaftlich und ökologisch sinnvolles Projekt realisieren wollen. Mit Blick auf die finanzielle Stabilität und die ökologische Verantwortung unserer Gemeinde unterstützt die UWG Freigericht das Projekt Windpark Sülzert. Die Fraktion wird daher in den anstehenden Sitzungen mehrheitlich für die Fortsetzung des Vorhabens stimmen.
22. November 2025
Die Wählervereinigung UWG Freigericht hat sich mit Bürgermeister Waldemar Gogel über die Verkehrssituation an der Feuerwehr Nord (Azuritweg) ausgetauscht. Hier ist die Ausfahrt mehr als schwierig, da nur wenig Sicht zum direkt angrenzenden Fahrradweg herrscht. Auf Anregung der UWG wurde nun ein Ortstermin gemacht um die Situation gemeinsam zu begutachten.
von Sascha Schröer 16. Juli 2023